Patenschaften für zwei KolumbianerInnen: David Ravelo Crespo und Piedad Córdoba Ruiz

Im Rahmen des Programmes "Parlamentarier schützen Parlamentarier" (PsP) des Deutschen Bundestages habe ich für zwei KolumbianerInnen, David Ravelo Crespo und Piedad Córdoba Ruiz, die Patenschaft übernommen.

David Ravelo Crespo ist Generalsekretär der kolumbianischen Menschenrechtsorganisation "Corporación Regional para la Defensa de los Derechos Humanos" (CREDHOS) und seit über 20 Jahren als Menschenrechtsaktivist tätig.


Seit dem 14. September 2010 ist er in Haft. Haftgründe waren die Vorwürfe in Verbindung zur FARC-Guerilla zu stehen und sich 1991 an der Planung der Ermordung des damaligen Bauzuständigen der Stadt Barrancabermeja beteiligt zu haben. Am 1. Februar 2011 wurde Anklage wegen angeblicher Beauftragung des Mordes erhoben.


Das laufende Verfahren gegen David Ravelo Crespo weist gravierende Mängel auf. So basiert zum Beispiel die Anklage gegen ihn u.a. auf zweifelhaften Zeugenaussagen. Hinzu kommt, dass das Gerichtsverfahren bereits mehrmals verschoben wurde und er sich deswegen noch immer in Haft befindet.

 

Frau Piedad Córdoba Ruiz setzt sich ebenfalls seit langem für die Menschenrechte ein. Sie bekleidete mehrere öffentliche Ämter, unter anderem war sie Senatorin der Liberalen Partei und Vorsitzende des Menschenrechtsausschusses des Senats. Einen Schwerpunkt setzte sie auf die Befreiung der Geiseln der "Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia" (FARC).


Im Jahr 2010 wurde gegen Piedad Córdoba Ruiz ein Amtsenthebungsverfahren mit dem Vorwurf der "Assoziierung mit illegalen Gewaltgruppen" geführt. In Folge dessen verlor sie ihren Sitz im Parlament und darf außerdem für 18 Jahre kein politisches Amt ausüben. Aufgrund anhaltender Bedrohungen lebt sie seit August 2011 nicht mehr in Kolumbien.